Zweite Säule
Die Leute, die versuchen, mit dem System zu kämpfen oder es zu reparieren, haben über dieses System falsche Vorstellungen.
Das bedeutet, der Kampf ist laut und dramatisch, aber nicht effektiv und für das System harmlos.
Das System ist nicht demokratisch, sondern bürokratisch. Es macht kein Sinn Demos zu organisieren, mit den Politikern zu diskutieren und Videos in sozialen Netzwerke zu posten.
Das bringt nur Mitleid und sammelt die Mitleidenden zusammen.
Die Bürokratie kann nur mit bürokratischen Mitteln besiegt werden. Man sucht bei den Beamten kein Mitgefühl, sondern fängt sie zwischen Paragraphen der Gesetze. Man sucht keine Hilfe, sondern dokumentiert bürokratische Fehler. Man erfüllt keine Befehle und Ratschläge und stellt keine freiwilligen Unterschriften auf dem Papier, sondern zerstört erfundene Begründungen und falsifizierte Beweise.
Das ist gewöhnlich sehr einfach. Sogar in dem Fall, wenn die Beamten wirklich wissen, was in den Gesetzen steht, verstehen sie ziemlich schlecht, warum was geschrieben wurde, was dort fehlt und was hinter dem Wortlaut versteckt ist.
Wer Lust hat, kann versuchen, die Unterstützung des Mobbings im Volksschulgesetz (VSG) des Kantons Zürich vom 7. Februar 2005 zu finden. Das steht auf einer prominenten Stelle. Ich hatte zuerst gedacht, dass das ein Rudiment ist, der einfach von alten Zeiten übrig bleibt, aber nicht funktioniert. Nur nach mehreren charakteristischen Aussagen der Lehrkräfte hatte ich endlich festgestellt, dass diese Teil bis jetzt die pädagogischen Strategien steuert, was enorme Schaden bei den Kindern verursacht.
Die Leute, die mit dem System kämpfen, sind zu faul, um die Gesetzestexte und die internen bürokratischen Richtlinien zu untersuchen. Anstatt die wahre Defekte des Systems zu finden und zu benutzen, greifen sie einzelne Beamten an und benutzen dabei die allgemeinen Vorstellungen der Demokratie.
Das ist ein Kampf mit Lernäischer Hydra. Anstelle von einem zerschlagenen Kopf kommen drei Andere. Wenn man einen Beamten beschuldigt, kommen drei Andere ihm oder ihr zu Hilfe, um die Scheiße zu decken. Wenn man drei Beamten beschuldigt, kommen drei Andere gegen den Ankläger. Die Beamten können darin unendlichen Aufwand stecken. Der Steuerzahler zahlt für alles.
Ein solcher Kampf kann jede Person oder und fast jede Firma pleite machen, auch in dem Fall, wenn die Gerichte die Beamtenfehler nicht decken würden.
Nach meinen Einschätzungen braucht man etwa 10000 CHF nur um einen Beamten in einen Gerichtsprozess zu ziehen. So werden die Anwaltskosten für einen einfachen Fall schnell sechsstellig, wenn man kleine Staatsleute und keine Beamtenfehler ohne Konsequenzen lässt. Stattdessen muss man die Gesetze verstehen und die richtige Bedeutung der Gesetzestexte benutzen.
Ehrlich gesagt, weiß ich wirklich nicht, ob die Gesetze des Kantons Zürich den Beamten erlauben, Fakten zu ignorieren, Fantasien als Beweise zu benutzen und zwischen den Zeilen zu lesen. Die Ergebnisse der kreativen Richtlinienschaffung und die Texte der Gesetze beinhalten wirklich seltsame Sachen. Aber auch für den Fall, wenn diese Vermutungen bestätigt werden, bedeutet das für mich nicht, das es ein Grund für einen erfolglosen Kampf für die Gesetzesänderungen gibt. Das sind nur die Spielregel, die aufgeklärt wurden.
Das Spielfeld ist für Beamten und von Beamten eingerichtet und man muss nicht zu dem Himmel Beschwerden schicken, sondern eigene Gewinnstrategien anzupassen und gesteckte Möglichkeiten benutzen.
Wenn Beamten in Gesetzen für eigene Zwecke Löcher basteln, bedeutet das nur, dass diese Gesetze die Fallen beinhalten, über die die Beamten keine Ahnung haben. Um zu gewinnen, muss man nur darüber wissen.
Die Leute, die mit dem System kämpfen, verstehen das Spielfeld nicht, so sind sie zwangsläufig verurteilt, hoffnungslos zu verlieren.
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